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Zwingerhaltung

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gefunden in Partner-Hund von Gudrun Beckman


Ein Vorschlag an die Gesetzgeber: Packt das Übel an der Wurzel !!!





Als im Juli 2000 in Hamburg zwei Stadtteil-bekannte Pitbulls, die von ihrem Polizei-bekannten Halter in aller Öffentlichkeit auf dem ummauerten Schulhof auf „Kampfhund" dressiert worden waren, auf eben diesem Schulhof den kleinen Volkan anfielen und tot bissen, da reagierten die Gesetzgeber sofort:

Nein, man stellte keine bundesweite Einsatztruppe auf, die unerbittlich und mit sicherem Gespür dieser illegalen „Hunde-Kampf-Szene" nachspürte und dieses schon im Ansatz und auf ihren Trainingsplätzen stellte. Man entwarf im Eilverfahren lauter breit gestreute, neue „Gefahrenabwehrverordnungen für Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit", in jedem Bundesland eine andere mit anderen Paragraphen und anderen „Rasselisten gefährlicher Hunde"... Viele dieser Verordnungen wurden schon bald darauf von den oberen Gerichtsbehörden für ganz oder teilweise „nichtig" erklärt, fast alle wurden inzwischen mehrfach um- oder abgeändert. Aber die Zuständigen Behörden erklären heute immer noch stolz: „Die Verordnungen zum Schutz vor gefährlichen Hunden" haben sich bewährt, die Anzahl der Beißunfälle hat seitdem deutlich abgenommen"....

Die Szene ist abgetaucht, aber nicht verschwunden

Sicher, die Hunde-Kampf-Szene ist erst einmal abgetaucht. Die vierbeinigen Kraftpakete am silberbeschlagenen Zaumzeug, die ihre Herren so eindrucksvoll durch die Fußgängerzonen der Städte begleiteten, sind aus der Öffentlichkeit verschwunden. Und in den ländlichen Vorhöfen und Zwingern geht es inzwischen auch wieder ruhiger zu... aber was hat sich denn seitdem Grundlegendes verändert?
Von einem Hund schwer verletzt, sogar getötet zu werden, das was immer ein ausgesprochen seltenes Ereignis, und „seltene Ereignisse" kommen- wie schon der Name sagt- nun einmal selten vor: In der „alten" BRD passierten in den Jahren zwischen 1950 und 1990 im Schnitt 1,1 solcher tödlichen Unfälle. Nach 1990, als rund eine Million Ost-Hunde dazukamen, erhöhte sich das Risiko auf 1,3 tödliche Unfälle pro Jahr. Nach den neuen Hundeverordnungen aber gab es innerhalt von zwei Jahren fünf tödliche Unfälle. Und das ist ein Schnitt von 2,5 Fällen pro Jahr, also fast doppelt so viel wie vorher! Und vier von diesen fünf Katastrophen ereigneten sich allein im Jahr 2002...
Sicher, es ist absolut unkorrekt, aus einem einzigen Katastrophen-Jahr statistische Schlüsse ziehen zu wollen. Aber....
Es ist durchaus korrekt, sich diese Katastrophen genauer anzusehen:
Trotz Hundeverordnungen, Wesenstest, Halterüberprüfungen, Rasselisten-


Das Jahr 2002 war ein Katastrophenjahr: Viermal bissen Hunde Menschen tot, so oft wie noch nie vorher:

Zweimal (=50%) waren Kinder die Opfer, zweimal ältere, behinderte Menschen.
Mindestens zweimal (mindestens 50%) waren Rottweiler die „Täter", zweimal waren Rottis dabei.
Dreimal (=75%) fand die Katastrophe nicht draußen, sondern im heimischen Hunde-Revier statt, wohin keine Verordnungen bis heute reichen.
Mindestens dreimal (mindestens 75%) waren die „Täter" gerade eben aus dem Zwinger gelassene Zwingerhunde (obwohl hier zu Lande noch nicht einmal 25% aller Hunde Zwingerhunde sind...)
Wie die Gesetzgeber auf dieses Katastrophenjahr reagieren werden, zeichnet sich schon ab: Man wird (nicht überall, aber doch immer öfter) auch Rottis mit auf die Liste der „gefährlichen Hunde" stellen, sie genehmigungs- und „Kampfhunde"-steuer-pflichtig machen. Die „braven" Rotti-Halter, die für ihre Hunde sogen und sie behalten wollen, werden sich, genauso wie die anderen Listenhunde-Halter, zähneknirschend unterwerfen (müssen) und vor die Gerichte ziehen. Und die anderen, die, denen die Rassen ganz egal sind und die nur „eine Granate im Zwinger" haben möchten, die werden ihre viel zu „teuer" gewordenen Rottis in den Tierheimen abgeben und sich andere, (noch)
„kampfhund"-steuerfreie Hunde für ihre Zwinger besorgen...

Jeder Vorfall verändert die schwarze „Liste"

Und nach dem nächsten Katastrophenjahr beginnt die ganze Litanei wieder von vorn... mit einer neuen, anderen Rasse...

Dabei weiß es eigentlich jeder: Hunde sind für die Haltung im Zwinger (im Stall, im Auslauf, an der Kette, draußen) nicht geeignet. Hunde sind keine Einzelgänger. Hunde sind von Haus aus Rudeltiere. Sie brauchen die Nähe und den Kontakt zu ihrem Rudel von morgens bis morgens. Haben sie diesen Kontakt, dann passen sie sich als Rudeltiere und „Mitmacher" ihrer Umwelt ganz selbstverständlich und freiwillig an. Haben sie diesen täglichen, nahen Kontakt aber nicht, dann verlieren sie ganz schnell alle guten Eigenarten, dann werden sie ganz schnell unausgelastet, unzuverlässig, unberechenbar, „gefährlich".

Warum nicht Hundevermehrer verbieten???

Zwingerhaltung schadet auf Dauer jedem Hund! Jeder weiß das. Und die vielen Experten, die die verschiedenen Landesregierungen immer und immer wieder angehört haben, die wissen das auch. Und eigentlich könnte jeder gut beratene
Gesetzgeber seine Gefahrenhundeverordnung samt Rasselisten wieder zurückziehen und sie durch ein einziges Gesetz ersetzen, das sagt:

„Die isolierte Haltung und Aufzucht von Hunden in Zwingern, Schuppen, Ställen, und Ähnlichem ist verboten". Er schlüge zwei Fliegen mit einer Klappe:

1.Die Hunde wachsen dann- wie eh und je bei Menschen auf: Sie werden vom ersten Tag auf Menschen sozialisiert, sie lernen durch den täglichen Umgang den friedlichen Umgan mit Menschen, mit Besuchern, mit Kindern, mit Omas.

2.Die vielen Hundehändler, Hundevermehrer würden ganz schnell ihr Metier wechseln und sich nach besseren Verdienstmöglichkeiten umsehen: in einer Wohnung passt immer nur ein Wurf......!


Wenn Hunde für Menschen „gefährlich" werden, dann liegt das nicht an den Hunden. Dann liegt das an der falschen Haltung der Hunde durch die Menschen:
Wildhunde leben in der Wildnis, Straßenhunde auf der Straße, Hofhunde auf dem Hof. Aber Haushunde gehören vom ersten Tag an ins Haus, Familienhunde gehören in die Familien und kinderfreundliche Hunde müssen mit hundefreundlichen Kindern aufwachsen...

Von Anfang an muss mit der Familie leben, was später mal ein Familienhund werden soll.

Wenn Welpen ohne Kontakt mit der normalen Umwelt aufwachsen müssen, können sie sich nicht zu sozialen Lebewesen entwickeln!



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